Monachtsandacht für November 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Geschwister!
Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden
sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie
erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg. (Jes
2,4)
Nationen verlernen das Handwerk des Krieges. Menschen werden nicht darin unterwiesen,
gegen andere die Waffen zu erheben. Ja, sogar die Waffen werden zu nützlichen
Alltagsgeräten umfunktioniert. Die Worte des Propheten Jesaja (und Micha, s. Kap. 4,1–5!)
durchbrechen die übliche Logik. Frieden wird nicht durch Krieg, Unterwerfung und Gewalt
hergestellt, sondern durch die Weisungen Gottes, die Menschen bereitwillig aufnehmen und
umsetzen! Eine grandiose Vision.
Aber wir sehen fast täglich Bilder von Raketenangriffen auf die Ukraine, von schwer
erträglicher Gewalt im Nahen Osten, von zerstörten Häuser und toten Menschen. Angesichts
dieser Realität erscheint die prophetische Vision als realitätsferne Utopie.
Die Vision des Jesaja wurde zu dem Motto der Friedensbewegung in Deutschland. Zunächst
im Osten und dann im Westen war es auf vielen Jeansjacken zu sehen. Frieden schaffen ohne
Waffen wurde zum pazifistischen Bekenntnis. weiter lesen