Monatsandacht für Januar 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Geschwister!
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Off 21,5
Eine der am meisten umkämpften Ressourcen unserer Zeit ist unsere Aufmerksamkeit.
Aufmerksamkeit ist wertvoll, darum buhlen so viele um sie: die Sozialen Medien, das
Smartphone, aber auch die Sorgen, Nöte, Ängste, Freuden und Glückseligkeiten des Lebens.
Und: Was deine Aufmerksamkeit hat, hat dich – zumindest für den Moment, vielleicht auch
länger. In dieses Ringen, in diesen täglichen Kampf um deine und meine Aufmerksamkeit
ruft die Johannesoffenbarung einen Satz des lebendigen Gottes, die Jahreslosung für das
Jahr 2026: „Siehe, ich mache alles neu!“
Das „Siehe“ dieses Satzes ist ein Ruf nach unserer Aufmerksamkeit, denn es sagt: „Sieh hin,
schau her, schenk mir deine Aufmerksamkeit, richte deinen Blick auf das, was jetzt kommt!“
Genau 200mal steht dieser Ruf nach Aufmerksamkeit im Neuen Testament. Das erste
„Siehe“ wird in Mt 1,20 gesprochen, als der Engel des Herrn dem Josef im Traum erscheint;
das letzte „Siehe“ findet sich in Offb 22,12, wo es heißt: „Siehe, ich komme bald“. Das
„Siehe“ der Jahreslosung ist das drittletzte der Bibel. Im vorletzten Kapitel der
Johannesoffenbarung und kurz vor den letzten beiden „Siehe“-Rufen der Bibel (die sich
beide ganz auf den kommenden Herrn ausrichten, siehe Offb 22,7 u. 12) also ein Ruf, auf das
Neue zu sehen, das aus Gottes Hand kommt. Der baptistische Ausleger Adolf Pohl schreibt
dazu in seinem Kommentar: „Er (Gott) beansprucht jetzt ausdrücklich Aufmerksamkeit für
sich: Siehe! Er selbst ist die Quelle aller Hoffnung auf Neues. Bei ihm, nicht bei uns, nimmt es
seinen Anfang.“ weiter lesen