„Taizé meets Qigong“ heißt jetzt:

„Ruach-Gebet“, die Samstags-Abendandacht zum Durchatmen

Wir nutzen dabei die Kirche wie Mönche und Nonnen, also Geistliche in Klöstern, ihren Wandelgang, zum Wandeln, Beten und Durchatmen. Und auch mal durch die Kirche schauen und andere Dinge entdecken, als wenn man einen Gottesdienst in den Bänken erlebt. Wir möchten uns entschuldigen bei denjenigen, bei denen die Bezeichnung „Taizé“ andere Erwartungen geweckt hat. Um in Zukunft Verwechslungen zu vermeiden, ändern wir die Bezeichnung in: „Ruach-Gebet“ ???, rûa?, „Ruach“ ist hebräisch und steht für Atem, Wind, Dampf, Nebel, Geistkraft, Energie, Lebenskraft.

Richtig, das ist auch der Nebel der am Anfang der Bibel über den Wassern schwebt, es ist aber auch der Geist, der zur Taufe im Jordan auf Jesus herabkommt und das Brausen vom Himmel, das zu Pfingsten über die Anhänger von Jesus weht und zur Gründung der Kirche beiträgt. Wer sich bei der beim Wandeln genutzten Atemtechnik an Qi-Gong erinnert fühlt, der liegt richtig. Die genutzte Atemtechnik stammt aus einer rein medizinischen QiGong Technik (Guolin-QiGong). Das hat eine entspannende und heilsame Wirkung, ohne dass sich dahinter allzu viel asiatische Philosophie oder gar eine andere Religion verbirgt. Das ist bewusst so gewählt und gewollt, weil die christlichen Texte im Kirchenraum nicht mit Bewegungen vermischt werden sollen, die aus asiatischen Religionen stammen. Qi heißt übrigens Atem, Wind, Dampf, Nebel, Energie, …Der Begriff stammt aus dem asiatischen Raum und ist mindestens so alt wie die alten Schriften der Bibel, 5000 Jahre. Wer weiß, vielleicht gab es sogar mal ein Gespräch an einem Feuer in der Wüste, als eine Handelskaravane von der Seidenstraße auf Nomaden aus dem Morgenland traf. Sie unterhalten sich über die Kraft des Atems und stellen fest, dass es bei den einen „Qi“ und bei den anderen „Ruach“ heißt. Allerdings betonen die Nomaden, dass es sich dabei um die Kraft ihres Gottes, Jahwe, handelt. Ein bisschen Taizé ist weiterhin dabei. Die Texte, die zwischen den WandelAtemrundgängen gelesen werden, sind Psalm, Lesung, Fürbitte und Gebet, wie sie in Taizé im Jahreskreis gelesen werden. Und die Musik, die klingt ein bisschen nach Taizè, ist aber aus Medjugorie. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir hoffen, dass es irgendwann, wenn reichlich Gesang wieder erlaubt ist, auch mal eine richtige Taizé-Lichterfeier geben wird, die wird dann im Boten als Taizé angekündigt und wird dann mit ganz viel Gesang und Gebet sein, aber ohne Rundgänge in der Kirche. Bis dahin lassen Sie sich gerne einladen zur Samstags-Abend-Andacht zum Durchatmen. Die Andacht ist meist an Samstagen, wenn am Sonntag danach kein Gottesdienst in Coswig ist und beginnt zum Abendläuten um 18 Uhr.

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