KonfirmandenInnen der 7.Klasse stellen sich vor

In einem Gottesdienst in der Kliekener Kirche stellten sich am 20. Oktober die KonfirmandenInnen der 7.Klasse vor. Jakob Eichelbaum, Grete Lindemann, Johanna Winzer, Tim Borowski, Constantin Strübing, Felix Kellner, Franz Keller, Julian Hagedorn, Dorothea Pahl und Pauline Henze heißen die 10 Jugendlichen. Die musikalische Begleitung übernahm die Band „Phänomen“, Elin Jakobsche (Saxofon) und Tatiana Alieva (Klavier). Den Gottesdienst gestalteten die Konfis der 8.Klasse mit dem Thema: Was ist das Wichtigste am Glauben?

Die Achtklässler waren dazu ein paar Wochen vorher in Coswig unterwegs und befragten die Coswiger. Leider konnten uns die Menschen in der Coswiger Innenstadt nicht wirklich weiterhelfen. Also recherchierten wir weiter und dachten selbst über diese Frage nach. Im Gottesdienst wurden die Gäste zudem auch eingeladen, in kleinen Gruppen darüber nachzudenken und aufzuschreiben, was wohl für sie das Wichtigste am Glauben ist. Spannende Antworten wurden in den Gruppen notiert u.a. „Gott vertrauen, an guten wie auch an schlechten Tagen“, „Beten“, „Sorgen abzugeben“, „Das man zum Glauben steht“, „Gemeinschaft und Austausch mit anderen“, „Gott liebt mich auch wenn mein Zahn rausfällt“. Viele Dinge scheinen den Glaubenden wichtig zu sein, aber gibt es eigentlich so etwas wie eine Kernkompetenz in Sachen Glauben, wurde in der Predigt gefragt. Gibt’s eigentlich etwas, das man als glaubender Mensch unbedingt können sollte? Gibt es so eine Kerndisziplin, so eine Grundübung für ein gläubiges Leben? Ja, die gibt es. Das Wichtigste, das man als glaubender Mensch können sollte, ist warten. Aber warum? Zuerst mal spricht die Statistik dafür. 112-mal kommt das Warten in der Bibel vor, noch mehr, wenn man das altertümliche Wort „harren“ dazu nimmt, das sind ungefähr 30-mal; 76-mal Geduld oder geduldig. Und bei einem ganzen Teil der Worte, in denen „wachen“ vorkommt, ist eigentlich „warten“ gemeint. Für die Männer und Frauen, die die Bibel geschrieben, zusammengeführt, übersetzt und überliefert haben, gehört das Warten ganz entscheidend zum Leben mit dazu. Warum das so ist, das haben im Laufe der Zeit verschiedene Leute unterschiedlich beantwortet. In einer Antwort auf die Frage, warum Gott manchmal auf sich warten lässt, sagte jemand diesen klugen Satz: Vielleicht wartet Gott, weil er nur Antworten hat, für die wir noch ein bisschen Zeit brauchen. Für die wir noch ein bisschen erwachsener, ein bisschen reifer werden müssen. Dieser Gottesdienst war klasse gemacht von der 8.Klasse. Das Warten löst in mir nun auch eine gewisse Gelassenheit aus. Ich warte ja auch immer noch, dass Gott unsere Gemeinden zusammenwachsen lässt. Die KonfirmandenInnen kommen ja aus unterschiedlichen Orten. Vielleicht ist das ja schon eine Antwort auf dass wir das Reich Gottes schon hier auf Erden gemeinsam erleben dürfen und wir erst mit der nächsten Generation zusammenwachsen. Der Herr wird’s wohl wissen. In diesem Sinne: Alles hat seine Zeit.
Ihr Gemeindepädagoge

Bastian Loran

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