Elbegottesdienst mit Taufen

Strömender Regen aus dicken grauen Wolken und keine Lücke in Sicht. Sollte der Gottesdienst am Coswiger Elbufer, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser fallen? Nein, das kleine Wunder geschah. Das geduldige Abwarten hatte sich gelohnt. Als die ersten Besucher ankamen, brach der Himmel auf und Sonnenstrahlen erhellten die kleine Lichtung.

Geduld haben, abwarten, Durchhaltevermögen – davon hörten wir in der Predigt. In der Bibel bedeutet Geduld beharrlich auf ein Ziel zu steuern, Versuchungen zu widerstehen oder voller Erwartung auf die Erfüllung eines Versprechens zu warten. „Übt euch in Geduld!“ Egal ob beim Einkaufen in der Warteschlange zu stehen oder aktuell in der Coronapandemie auszuharren, manchmal werden wir auf eine harte Probe gestellt. Gelegentlich reißt sogar der Geduldsfaden. Geduldig zu sein ist kein kräfteraubender Hochleistungssport, sondern eine Haltung, um die man Gott bitten kann. ER schenkt uns die erforderliche Geduld. Mehr oder weniger geduldig warteten auch Leonie aus Cobbelsdorf und Lotta aus Buro auf ihren großen Moment, ans Elbufer zu gehen und sich taufen zu lassen. Wie jedes Jahr war die Taufe ein sehr besonderer und emotionaler Moment. Im Elbestrom stehend taufte Pfarrer Markowsky die Kinder, während Familien und Gemeinde vom Ufer aus Zeugen der Zeremonie wurden.

Mitten in dieser wunderschönen Natur, die Gott geschaffen hat. “Lasset die Kinder zu mir kommen” soll Jesus gesagt und sie gesegnet haben. Mit der Taufe wurden Lotta und Leonie in unsere Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Herzlich willkommen! Vielen Dank an das Team, das diesen Elbegottesdienst gestaltete und in dieser Form wieder möglich machte.

Doreen Schneider

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