Andacht

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Geschwister!

Sie kommt, sie ist da, die Advents- und Weihnachtszeit. Warmes Licht, schöne Düfte, ein paar andere Klänge. Warum nicht? Es darf gemütlich sein und schön. Auch die Herzen der Menschen werden weiter und hängen nicht nur als Lebkuchen auf dem Weihnachtsmarkt.Advent und Weihnachten, die schönste Zeit im Jahr. Alle dürften glücklicher sein. – Da begegnete mir doch eine Frau, als ich beim Großeinkauf für einen Weihnachtsmarkt war und sagte: „Weihnachten könnte von mir aus ausfallen. Immer nur Stress. Weihnachten bräuchte es gar nicht geben.“ Ich sagte ihr: „O doch, gute Frau. Seien Sie froh, dass es Weihnachten gibt. Nur, was die Menschen daraus gemacht haben, dass bräuchte man nicht unbedingt. Aber dass uns der Himmel die Erlösung gebracht hat, das ist für uns Menschen wichtig.“

„Bereitet dem HERRN den Weg, denn der HERR kommt gewaltig“, ist beim Propheten Jesaja zu lesen. – Es gibt die Redewendung: Der läuft daher, wie „ein Elefant im Porzellanladen“. Tatsächlich, Elefanten haben ihre Wanderroute. Alles, was ihnen im Weg steht, muss entweder ausweichen, oder wird vertrieben, ansonsten wird es niedergetrampelt. Es gibt sogar eine Hotelanlage, die auf einer Elefantenroute errichtet worden ist. Seitdem wandern die Elefanten da hindurch.

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Und unser HERR kommt auch gewaltig. Alles, was sich ihm in den Weg stellt, wird seine Macht spüren. Alles, was nicht seiner Herrschaft entspricht, wird weggetan. Das kann mitunter schmerzhaft sein. Darum die Aufforderung, sich auf das Erscheinen des HERRN, vorzubereiten. Als Jesaja Gott schaute, sagte er: „Weh mir, ich vergehe!“ – Die Ankunft des HERRN ist nicht mit Glühwein und Stolle zu genießen. Menschen, die Gottes Herrschaft erfahren haben, merken radikale Veränderungen in ihrem Leben.

Jesus will nicht verfeierlicht werden. Seine Worte klingen anders, als der Gesang vom „süßen Kindelein mit lockigem Haar“. Er sagte: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Wenn Jesus kommt, geht es um die eigene Existenz. Er kommt, um zu erlösen. Die Herrlichkeit des HERRN soll an uns offenbar werden. Das kann jeden ereilen, der da Stolle isst im Kerzenschein, seinen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinkt, und der seine Suppe in der Wärmestube löffelt.

Und bis dahin haben wir die schöne Aufgabe, wie der Engel auf dem Schaf, einander zu begegnen: ungeschützt und gewaltlos. Ein bisschen Wärme verteilen, wie das Schaf mit seiner Wolle zu geben vermag. Und eine frohe Botschaft auf den Lippen, wie Engel das so können.

Schalom und liebe Grüße Ihr Holm Haschker